VORBEREITUNG ZUR OPERATION
  • Meiden Sie unbedingt blutverdünnende Medikamente (Aspirin, ASS, Marcumar etc.) und setzten Sie diese mindestens 14 Tage vor der Operation nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.
  • Treffen Sie Vorkehrungen, dass Sie nach der Operation zuhause betreut und versorgt werden.
  • Besorgen Sie sich Kühlelemente zum Kühlen des operierten Körperbezirks.
  • Besorgen Sie sich Kompressionskleidung, BHs etc., falls erforderlich. Weitere Angaben dazu finden Sie unter den jeweiligen Kapiteln.
WICHTIGES FÜR DIE ZEIT NACH DER OPERATION
  • Eine Narbe sollte 6 Monate keinem Sonnenlicht oder UV- Strahlung ausgesetzt sein.
  • Fragen Sie nach der für Sie optimale Narbenbehandlung (Cremes etc.)
  • Der Besuch einer Sauna ist für die ersten 3 Monate nach einer Operation verboten.
  • Nehmen Sie sich genug Urlaub, damit Sie sich nach der Operation ausreichend erholen können.

KOSTENÜBERNAHME DURCH DIE KRANKENKASSE

Die meisten ästhetischen Operationen werden von den Krankenkassen nicht übernommen und müssen selbst bezahlt werden. Eine Anfrage kann sich in manchen Fällen aber lohnen.

PREISE, BERATUNGSHONORAR

Sie erwarten in einer Beratung ein allumfassendes Gespräch bezogen auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Erwartungen. Dies ist in der Regel nicht in wenigen Minuten abgetan, sondern bedarf eines weitaus größeren Zeitaufwands, der derzeit von uns mit 100 € berechnet wird. Auch wenn einige Kollegen die Beratung kostenlos anbieten, es ist laut Berufsordnung für Ärzte untersagt, eine Leistung, sei es nur eine Beratung, kostenlos zu erbringen. Allerdings werden die Beratungskosten auf die Behandlungs- bzw. OP-Kosten angerechnet.

Angaben zu Kosten der Behandlungen/Operationen finden Sie unter den jeweiligen Kapiteln.

WAS IST PLASTISCHE CHIRURGIE?

Laut Definition der Ärztekammer beschäftigt sich die Plastische Chirurgie mit der Wiederherstellung der Form und sichtbaren Funktion des Körpers.

Seit 1993 ist sie eigenständiges Fachgebiet in Deutschland und ist seitdem auch nicht mehr der Allgemeinchirurgie untergeordnet.

Die Facharztausbildung zum Plastischen Chirurgen dauert mindestens 6 Jahre im Anschluss an das Medizinstudium und umfasst die Mikrochirurgie, die Rekonstruktionschirurgie nach Unfällen und bei kindlichen Missbildungen, die Verbrennungschirurgie, Tumorchirurgie, Handchirurgie sowie die Ästhetische Chirurgie.

AUFKLÄRUNG UND EINWILLIGUNG

Der Gesetzgeber fordert, dass der Patient vor jedem Eingriff oder jeder Behandlung über mögliche Risiken und Komplikationen umfassend informiert wird. Das Einverständnis zu dem Eingriff sowie die Aufklärung über Risiken dokumentiert der Patient mit seiner Unterschrift.

RISIKEN

Sie sollten sich erst in genauer Kenntnis, nicht nur des zu erwartenden Nutzens, sondern auch der möglichen Komplikationen und Risiken, zu einem Eingriff entschließen!

Allgemeine Operationsrisiken sind beispielsweise das Auftreten einer Wundheilungsstörung oder einer Infektion. Nach einem Hautschnitt wird immer eine sichtbare Narbe zurückbleiben, die so gelegt wird, dass sie hinterher möglichst bedeckt verläuft. Günstigstenfalls ist sie blass und schmal und nur durch genaues Hinsehen erkennbar. Sie kann aber auch wulstig und stark gerötet ausfallen. Dies ist zum Glück sehr selten.

Schwellungen, Blutergüsse, Nachblutungen, Thrombose und Embolie sowie Verletzungen wichtiger anatomischer Strukturen sind allgemeine Risiken bei jeder Operation. Spezielle Risiken, die im Besonderen auf den jeweiligen medizinischen Eingriff zutreffen, haben wir in der Besprechung der jeweiligen Themen aufgeführt.

Zu Ihrer Beruhigung sei erwähnt, dass größere Komplikationen glücklicherweise die Ausnahme darstellen und die Eingriffe in der Regel „nach Plan“ ablaufen. Jeder Arzt ist jedoch dazu verpflichtet, Risiken und Komplikationen zu erwähnen, auch bei statistisch geringer Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens.

ERFOLGSGARANTIE

Streng genommen lässt sich in der Medizin der Erfolg einer Therapie oder einer Operation nicht garantieren, da viele biologische Abläufe und Zusammenhänge in unserem Körper nicht vollständig erforscht sind, z.B. die Narbenbildung und die Wundheilung. So kann es sein, dass eine Schwellung und ein Bluterguss nach ein und derselben Operation bei zwei verschieden Patienten unterschiedlich lange bestehen bleiben und sich dieser unterschiedliche Einfluss auf das Ergebnis der Operation auswirkt.

Ein erfahrener plastischer Chirurg sollte jedoch in der Lage sein, das gemeinsam vor der Operation festgelegte Ergebnis zu erreichen. Kleinere Nachkorrekturen, z.B. die Verschönerung einer Narbe, sind möglich, sollten aber erst nach völligem Rückgang jeder Schwellung durchgeführt werden, also streng genommen erst 6 Monate nach dem Eingriff.

DIE RICHTIGE ARZTWAHL

Was allein zählt ist, dass Sie mit dem Ergebnis der Behandlung oder Operation glücklich sind! Damit die Operation für Sie erfolgreich wird, ist es wichtig, Ihre Erwartungen und Wünsche genau zu kennen und danach den Operationsplan festzulegen.

Scheuen Sie sich nicht, mehrere Ärzte vor einem geplanten Eingriff zu konsultieren. Sie sollten absolutes Vertrauen in den Plastischen Chirurgen haben, den Sie mit der Durchführung einer Behandlung oder einer Operation betrauen. Nicht nur die Häufigkeit der Durchführung einer bestimmten Operation, sondern auch das Einfühlungsvermögen des Arztes in die Erwartung des Patienten sind entscheidende Faktoren.