Das Gesicht ist das Aushängeschild eines jeden Menschen. Es kann das Innerste nach außen spiegeln.
Im Laufe des Lebens hinterlässt jedoch das Alter seine Spuren im Gesicht. Emotionen, Mimik, aber auch äußere Faktoren wie Umwelteinflüsse, UV-Strahlung oder Rauchen können sich in das Gesicht graben.
Hängende Bäckchen verschwinden, die Kinnlinie wird wieder gerade, lose Gesichts- und Halshaut wird wieder straff. Falten glätten sich, die Konturen des Gesichts wirken jünger. Dies wird vor allem durch ein Anheben der Gesichtsweichteile unterhalb der Haut sowie durch Straffung der Haut selbst erreicht. Ein Facelift, Wangen- oder Halslift sollte für den außen stehenden Betrachter nicht unmittelbar erkennbar sein, auch wenn man danach jünger aussieht. Es sollte vielmehr den Eindruck erwecken, man käme frisch und erholt aus einem Urlaub zurück.
In der Regel verläuft der Hautschnitt an der Schläfe beginnend entlang der Vorderseite des Ohres, um das Ohrläppchen herum und an der Rückseite der Ohrmuschel wieder nach oben bis in den behaarten Kopfhautbereich hinein.
Danach wird die Haut des Gesichts sowie auch tiefer liegende Strukturen wie das sogenannte SMAS (Superficial Musculo Aponeurotic System), eine unter dem Unterhautfettgewebe verlaufende netzartige Gewebeschicht, angehoben und entlang verschiedener Zugrichtungen geglättet. Überschüssiges Gewebe wird entfernt. Eine Unterfütterung des Gewebes mit Eigenfett (Lipostructure) kann sinnvoll sein, um unschöne Kanten und abgeflachte oder eingesunkene Regionen des Gesichts aufzufüllen. Ein Doppelkinn kann als zusätzliche oder als eigenständige Therapie durch eine Fettabsaugung beseitigt werden. Es gibt viele Variationen einer Facelift-Operation, jedes Verfahren richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen des einzelnen Patienten. Entscheidend ist, dass Ihr Gesicht seine charakteristischen Merkmale und Natürlichkeit behält, ohne maskenhaft zu wirken. Ein gutes Facelift sieht man nicht! Es lässt Sie frischer, erholter und dadurch jünger erscheinen, keinesfalls sollten Sie "geliftet" aussehen.
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Ist ein Krankenhausaufenthalt nötig?
Nach einer Allgemeinnarkose sollten Sie solange stationär im Krankenhaus bleiben, bis Sie sich weitgehend erholt haben. Wie lange das dauert, ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich. Manche verlassen bereits nach einem Tag das Krankenhaus, andere wiederum benötigen etwas mehr Zeit. Wir empfehlen zwei Nächte stationären Aufenthalt.
Wie lange hält das Ergebnis an?
Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten, da sie abhängig ist von vielerlei Faktoren, wie Alter und Lebensweise des Patienten, äußeren Einflüsse, angewandter Operationstechnik, usw.
Vereinfacht lässt sich sagen, dass Sie der Effekt eines Facelifts ungefähr 10 Jahre verjüngt und Sie diesen Vorsprung ein Leben lang „mitnehmen“.
Wie werde ich nach der Operation aussehen, wie werde ich mich fühlen?
Was passiert nach der Operation?
Sie erhalten eine Art "Fahrplan" für die weitere Vorgehensweise, es werden Termine zu Nachkontrollen festgelegt, spezielle Verhaltensweisen besprochen usw.
Der Verband wird nach wenigen Tagen abgenommen. Drainagen werden nach ein oder zwei Tagen entfernt, Nähte nach 5 bis 10 Tagen.
Die Nachkontrollen finden anfangs häufiger statt. Später reicht eine Wiedervorstellung nach mehreren Monaten. Wir pflegen einen langjährigen Kontakt zu unseren Patienten und bestellen sie sogar nach Jahren wieder in unsere Praxis.
Welche Art der Betäubung wird angewandt?
Bei einer für ein Facelift üblichen Allgemeinnarkose (Vollnarkose) werden Sie durch einen Narkosearzt in einen künstlichen Schlaf versetzt. Seltener wird der Eingriff in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt, das heißt, das Gesicht wird durch Einspritzen eines schmerzstillenden Medikamentes betäubt. Kombiniert wird diese Methode häufig durch Gabe einer beruhigend wirkenden Substanz, die Aufregung und Angst vor der Operation nimmt und zudem eine Art "Dämmerschlaf" erzeugt. Auch hierfür wird der Narkosearzt benötigt.
In welchem Alter sollte ich mich für ein Facelift entscheiden?
Die meisten Facelifts werden im Alter zwischen 50 und 70 Jahren durchgeführt, wobei sich zunehmend auch jüngere Frauen und Männer zu diesem Eingriff entschließen.
Der Grund dafür liegt vielleicht in einem wachsenden Körper- und Erscheinungsbewusstsein. Wichtig ist auch die zunehmende Kenntnis der Tatsache, dass aufgrund günstiger physiologischer Eigenschaften des Gewebes - z.B. einer höheren Elastizität und Spannung der Haut - bei jüngeren Patienten ein optimales Ergebnis durch vergleichsweise geringen operativen Aufwand zu erreichen ist.
Der Entschluss zu einem Facelift sollte aber weniger vom Alter, als vielmehr von den jeweiligen Bedürfnissen abhängig gemacht werden. Eine übermäßige Gewichtsreduktion kann zu einer Voralterung des Gesichts auch in jungen Jahren führen, wenn sich die ehemals stark gedehnte Haut nur unvollständig zusammenzieht und ein Überstand zurückbleibt.
Welche Risiken gibt es?
Speziell nach einem Facelift sind Schwellungen und Blutergüsse unterschiedlicher Ausprägung zu erwarten, die aber meist nach wenigen Tagen wieder völlig zurückgehen. Ebenfalls können Nachblutungen auftreten, die aber nur in wenigen Fällen zu einem operativen Eingreifen zwingen. Verletzungen wichtiger anatomischer Strukturen, wie z.B. des Gesichtsnervs (Nervus facialis) mit gewöhnlich vorübergehendem Ausfall der mimischen Muskulatur sowie Durchblutungsstörungen der Haut (häufiger bei Rauchern), sind sehr seltene Komplikationen eines Facelifts. Die Narbe vor dem Ohr verblasst wenige Wochen nach der Operation und ist dann kaum mehr sichtbar.
Was muss ich nach der Operation beachten?
Welche Vorbereitungen muss ich treffen?
Wie lange dauert die Operation und welche Kosten sind damit verbunden?
Die Operationszeit beträgt ca. 3 bis 4,5 Stunden. Die Kosten belaufen sich inklusive Narkose und zweitägigem stationärem Aufenthalt auf ca. 5000 € bis 8000 €, je nach Umfang des Eingriffs.
Gern erarbeiten wir mit unserem Partner Medipay die für Sie optimale Finanzierung.
Komme ich für ein Wangenlift in Frage?
Bei einem Wangenlift wird insbesondere die Nasolabialfalte geglättet und die Wangenkontur angehoben. Dieses Verfahren eignet sich dann sehr gut, wenn kein Hautüberschuss entfernt werden muss.
Komme ich für ein Facelift in Frage?
Gute Voraussetzungen bestehen, wenn überschüssige Haut oder Fettgewebe nach unten abgesunken ist und sich am Kinn, an den Mundwinkeln und am Hals aufwirft oder herab hängt.
Fältchen an der Oberlippe und Unterlippe können durch eine Facelift-Operation nicht geglättet werden. Hier kann eine Laserbehandlung, ein Peeling oder eine Dermabrasio hilfreicher sein (weitere Informationen, siehe Kapitel Faltenbehandlung).