Die als "Eigenfett-Transplantation" (Lipostructure) bezeichnete Methode beschäftigt sich mit der Verwendung körpereigenen Fetts zur Modellierung der Körperoberfläche. Insbesondere im Gesicht eignet sich die Methode zur Auffüllung eingefallener Wangen und Unterlider sowie zur Modellierung von Kinn und Lippen, aber auch zur Korrektur der Nasolabialfalten.
Mit zunehmendem Alter nimmt das Fettgewebe unter der Haut insbesondere im Gesicht an Dicke und Volumen stark ab. Die Haut verliert dadurch einen Teil ihrer mechanischen Stabilisierung. Es entstehen Falten und ein hängender Hautüberschuss. Knochenkanten- insbesondere an den Wangen und an den Augen - werden sichtbar.
Durch Wiederauffüllen der Fettspolster werden kantige Regionen wieder abgerundet. Das Gesicht erhält Fülle und Volumen und wirkt dadurch jünger. Die Haut wird durch eine Zunahme des Unterhautfettgewebes besser durchblutet, sie sieht gesünder und rosiger aus. Außerdem glätten sich Falten, da die Haut von unten stabilisiert und gespannt wird. Kinn und Lippen können mit diesem Verfahren modelliert und vergrößert werden.
Fettzellen werden möglichst schonend, z.B. an den Innenseiten der Knie, abgesaugt. Nach einer speziellen Aufbereitung, der sogenannten Coleman-Methode, wird das gereinigte Fett mit einer feinen Kanüle an den Stellen unterspritzt, die modelliert werden sollen. Die Eigenfett-Transplantation wird in der Regel in örtlicher Betäubung durchgeführt. Wenn dieses Verfahren richtig angewendet wird, erreicht man dadurch eine dauerhafte Zunahme an Volumen und Gewebefülle, z.B. an Lippen, Wangen und Kinn.
Alle anzeigen / Alle verbergen
Wann kommt eine Lipostructure in Betracht?
Die Eigenfett-Transplantation eignet sich zur:
Bleibt das transplantierte Fettgewebe erhalten?
Ob das transplantierte Fett abgebaut wird oder ein Leben lang erhalten bleibt, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab:
Werden die Fettzellen einmal von Blutgefäßen durchdrungen und das Fett kann dadurch mit Sauerstoff versorgt werden, bleibt es ein Leben lang erhalten, d.h. die Volumenzunahme ist dauerhaft!
Wann ist das endgültige Ergebnis sichtbar?
Erst wenn die Schwellung vollständig abgeklungen ist, kann man beurteilen, wie viel des transplantierten Fetts tatsächlich erhalten geblieben ist. Deshalb sollte man eine Nachkorrektur erst ein halbes Jahr nach der ersten Transplantation durchführen. Nach dieser Zeit ist das Gewebe völlig abgeschwollen. Auch wenn sich ein gewisser Prozentsatz des transplantierten Fetts (ca. 10-40%) wieder abbaut, sollte man bei der Erstbehandlung nicht überkorrigieren, da es sein kann, dass das gesamte Fett doch vollständig einheilt. Somit hätte man ein Zuviel an Volumen erzielt, was schwer zu korrigieren ist.
Welche Art der Betäubung wird angewandt?
In der Regel wird die Eigenfett-Transplantation in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt.
Welche Risiken gibt es?
Wird ein Teil des Fetts wieder abgebaut, besteht die Möglichkeit der Unterkorrektur. Mit einer leichten Schwellung ist immer zu rechnen. Blutergüsse sind selten und in der Regel nicht stark ausgeprägt.
Wie lange dauert der Eingriff und welche Kosten sind damit verbunden?
Die Operationszeit beträgt je nach Umfang der zu transplantierenden Fettgewebsmenge zwischen 1,5 und 3 Stunden. Entsprechend belaufen sich die Kosten auf ca. 1200 € bis 2800 €. Eine Nachkorrektur wird mit 600 € veranschlagt.
Gern erarbeiten wir mit unserem Partner Medipay die für Sie optimale Finanzierung.
Welche Vorbereitungen muss ich treffen?
Was muss ich nach der Operation beachten?